All browsers suck

Firefox hat die wunderbare Grundlage, von der Nonprofit Mozilla Foundation entwickelt zu werden. Leider fehlt ihm der h.264-Support, weil das Internet mal dachte, einen proprietären Videocodec als Industriestandard zu verwenden sei eine gute Idee. Es gibt zwar Theora und WebM, dafür allerdings kein Hardware-Decoding.

Safari hat – ob man Apple nun mag oder nicht – einige wirklich gute Funktionen (Continuity, „Reader“, Systemweite Sharing-Extensions), dennoch entwickelt es sich momentan zum Internet Explorer des Macs (gab's ja schonmal). Spontan fallen mir da etwa die fehlende Unterstützung für's picture-Element oder die Web-Animations-API ein.

Seit Edge wissen wir, dass der Internet Explorer über kurz oder lang sterben wird. Das ist erstmal gut. Auch ist Edge an sich interessanter Weise nicht so schlecht, wie man von Microsoft erwarten würde, aber: was bringt das, wenn die Leute ihn nicht nutzen, weil das System drumherum (Windows 10/Windows Phone) nicht nutzbar ist?

Google Chrome kann zwar keine Farben, ist aber nach wie vor vorn, wenn es um die Unterstützung von HTML5/CSS3(/4)-Features geht. Überlegen wir aber kurz, welche Bedeutung es für das offene Internet hat, wenn Web-Anwendungen zunehmend „for Chrome“ entwickelt werden (Beispiel: WhatsApp-Desktop) und auf allen anderen Browsern degraden. Und falls sich diese Entwicklung nicht aufhalten lässt: sollte so ein Browser nicht eigentlich von einer Organisation wie der Mozilla Foundation kommen statt von einem großen Werbeunternehmen? (Ja, Google ist ein Werbeunternehmen.)