Du merkst, dass du eigentlich ein bisschen doof bist…

…hast aber genug Grips, um eben jenes noch einmal zu überdenken. Dann hast du ein Problem.

Dumme Menschen, so denke ich zumindest, müssen ein unglaublich entspanntes und stressfreies Leben haben. Egal was sie tun, egal was man ihnen sagt – es ist ein Lebensfluss, der nicht von Selbstzweifeln, Zweifeln am Sinn des Lebens oder sonstigen Zweifeln (drei mal „Zweifeln” in einem Satz…als Substantiv…lustige Phonetik…) gebremst wird.

Menschen jedoch, die zwar dumm sind, aber eben doch nicht so dumm, dass sie beim Rechnen regelmäßig das Atmen vergessen, müssen geplagt sein wie Sau. Sie sind gesellschaftlich gebrandmarkt, haben aber den Intellekt, genau das zu erfassen und darauf emotionale Reaktionen zu zeigen.

Was tust du also? Du erstellst dir einen Blogspot-Blog (das ist die Blogging-Plattform von Google, auf der auch regelmäßig Malware und Serialz verteilt werden), benennst ihn nach irgendeinem schwierigen Wort, dass du bei den RTL-Aktuell-Nachrichten zwischen GZSZ und Supertalent aufgeschnappt hast und beginnst, diesen Blog mit pseudo-tiefsinnigen, Floskel-übersäten Hipster-Texten zu füllen. Dann meldest du dich bei Twitter an, postest Links zu besagten Blogspot-Posts und gewinnst nach und nach Follower aus dem gleichen Metier, die nicht müde werden, deine schlechten und vor grammatischen Fehlern triefenden Texte zu retweeten.

Dann bist du, ungeachtet deines Intellekts, fame. Und das ist bekanntlich Entschuldigung für (fast) alles.