Mein Auto macht dich platt!

Nur mal so kurz in die Runde gerufen:

Der VW-Abgasskandal lenkt den Blick immer wieder auf die Frage, ob man nicht Software, die in Autos verwendet wird, generell von einer unabhängigen Prüfstelle prüfen lassen sollte. Es gibt sogar Menschen, gemeinhin als Wirtschaftsgegner verschrieen, die Quelloffenheit für Auto-Software fordern.

Ich bin einer dieser Menschen. Warum?

Ganz einfach: es geht hier nicht nur um Motorsteuerungen. Es geht um die ganze Software im Auto, die immer komplexer wird und immer mehr Einfluss auf das Verhalten der Hardware – des Autos – hat.

Tacho.gif

Wenn sich ein Autohersteller auch nur ein bisschen ernst nimmt, wird er verstehen, dass sein Produkt das Auto ist: sein Design, sein Fahrgefühl, meinetwegen auch das Aussehen der zunehmend „virtuellen“ Anzeigeelemente. Das sind mitunter Variablen, die man der Software im Auto gibt. Oder Assets. Von der eigentlichen Software im Hintergrund bekommt der Kunde jedoch relativ wenig mit.

git checkout -b feature/autopilot

Die Software im Auto wird aber bald nicht mehr nur entscheiden, ob ich nach dem automatischen Einparkmaneuver meine Haftpflichtversicherung anrufen muss, sondern auch, ob ein auf die Straße eilender Passant überfahren wird. Bei solchen Themen sollten Autohersteller nicht ihre eigene Suppe kochen können. Ich will eine harte, unabhängige Kontrolle der Software – und zwar bis auf die letzte Codezeile.

Bremse.jar

Vergessen wir nicht, dass hier die Rede von deutschen Traditionsunternehmen ist: ich will keine Auto-Software, die in Java geschrieben ist oder auf einer Jahre alten Windows Embedded-Instanz läuft. Ich will nicht, dass Bugs oder schlicht „Dinge, die ich nicht selbst beeinflussen kann“ Verkehrsunfälle bauen.