Pendeln

Hallo Pendelweg. Heute muss ich um 09:10 in der Kellinghusenstraße statt sonst um 09:45 in der Völckersstraße sein, weil dort der Abfahrts-Treffpunkt nach Quickborn (Kundentermin) ist.

Ich bin jetzt schon eine Stunde früher aufgestanden, habe wegen des Regens und um nicht nachher völlig nass und voller Schlamm im Standup zu stehen, ein Taxi bestellt anstatt mit dem Fahrrad nach Lüneburg zu fahren.

Taxi kam, stand im Stop-and-go dieser völlig fehlgeplanten Drecksstadt, verpasste den Metronom, der um 08:50 am HH-Hbf. angekommen wäre.
Trotzdem kostete es 22€, die nun völlig verschwendet sind.

Jetzt warte ich auf den nächsten Metronom, der ein bisschen weniger Halte hat und daher (mit Glück, dank Netzpriorisierung der Bahn) um 09:00 am Hauptbahnhof ist.

Mit einem gezielten Sprint zur U1 und wenigen Unfähigen, die nicht verstehen, wie man in eine U-Bahn einsteigt, schaffe ich es evtl. bis 09:20 zur Kellinghusenstraße.
Kurzer Blick auf die A7: ah, Stau! Vielleicht sind es also genau diese 10 Minuten, die uns das Standup verpassen lassen.

Seit August bin ich nun festangestellter Frontend-Developer und könnte es mir eigentlich locker leisten, in die zweitteuerste Stadt Deutschlands zu ziehen. Doch dank des Politikversagens in allen Deutschen Großstädten suchen Tsia und ich nun erfolglos seit einem halben Jahr nach Wohnungen.

Als Extrempendler gibt man viel zu oft die Kontrolle ab. Meist an die Inkompetenz und Ignoranz anderer Menschen oder Unternehmen. Es nervt. Und ich bewundere Menschen, deren unerschütterlich positive Lebenseinstellung sie daran hindert, einen krassen Menschenhass zu entwickeln.

Update Jop, wie vorausgeahnt: Metronom wurde von Fernzug überholt, der nun vor uns Probleme hat. Erwartete Verspätung: 15 Min. Kellinghusenstraße um 09:35.